Investitionen
in die Bildung
lohnen sich
Bildung ist unser einziger Rohstoff
Unsere Gesellschaft wandelt sich. Die Schule muss zusätzlichen Aufgaben, steigenden Ansprüchen und komplexen Problemen gerecht werden. Das kann nur gelingen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Dafür braucht es genügend finanzielle Mittel. Sparen bei der Bildung hat sich noch nie gelohnt, denn Bildung ist und bleibt unser einziger Rohstoff.
Die PISA-Studie hat deutlich gemacht, dass unsere Schulen im internationalen Vergleich nur mässig abschneiden. In verschiedenen Bereichen besteht Nachholbedarf. Die Rahmenbedingungen müssen darum verbessert, das Bildungswesen gezielt weiterentwickelt werden. Dafür sind mindestens die Mittel einzusetzen, die durch den Rückgang der Zahl der Lernenden frei werden. Selbstverständlich sollen die Steuergelder auch im Bereich Bildung effizient eingesetzt werden.
Tagesbetreuung ausbauen
Familienergänzende Kinderbetreuung ist heute wichtiger denn je. Veränderte Familienstrukturen sind eine Realität. Blockzeiten, Mittagstische und die Einführung von Tagesschulen sind die pädagogisch und gesellschaftlich richtigen Antworten auf diese Entwicklung. „Familienergänzend“ sind diese Angebote deshalb, weil die Familien immer an erster Stelle stehen.
Die SP fordert:
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In jeder Gemeinde gibt es nebst Blockzeiten eine Tagesbetreuung.
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Grössere Gemeinden führen mindestens eine Tagesschule.
Mehr Bewegung - bessere Leistung!
Die PISA-Studie zeigt: Frühere Einschulung, verbunden mit einem Konzept für Gesamtschulen ist erfolgsversprechend. Die SP ist überzeugt von diesem Weg. Auch der Kanton Luzern sollte in Zukunft die Basisstufe einführen, also früher einschulen und die Kinder individuell fördern.
Jedes fünfte Kind ist übergewichtig und die körperliche Leistungsfähigkeit sinkt seit 20 Jahren. Es tickt eine medizinische und volkswirtschaftliche Zeitbombe. In der Stadt Luzern sind erste überzeugende Resultate mit dem Pilotprojekt einer täglichen Sport- und Bewegungsstunde gesammelt worden. Diese Erfahrungen sollen im gesamten Kanton genutzt werden.
Die SP fordert finanzielle Unterstützung für Schulreformen, welche die Lernbedingungen der Kinder verbessern. Die klaren Ergebnisse diverser Untersuchungen müssen in die Praxis umgesetzt werden.
Berufsbildung für alle
Die Berufswelt ändert sich rasant. Entsprechend ändert sich auch die Berufsbildung: Neue Berufe sind geschaffen worden, die Attestausbildung ersetzt die Anlehre.
Aus Sicht der SP ist es wichtig, dass alle Jugendlichen eine Berufs-Ausbildung absolvieren können. So wird die Basis für einen erfolgreichen beruflichen Werdegang gelegt.
Es sind deshalb genügend Lehrstellen bereit zu stellen. Der Kanton muss entsprechende Lehrstellenoffensiven unterstützen und fördern. Bei der Vergabe von Aufträgen bevorzugt der Kanton Betriebe, die Lehrstellen anbieten.
Die Attestausbildung muss so gestaltet sein, dass sie für alle schulisch schwachen aber motivierten Jugendlichen zu bewältigen ist. Ein breiteres Angebot von Attestausbildungen ist deshalb dringend nötig.
Ausserdem setzt sich die SP dafür ein, dass die Umgestaltung der Berufsbildungszentren in Kompetenzzentren möglichst rasch abgeschlossen wird. Die Erfahrungen und Anliegen der direkt Betroffenen sind dabei stärker zu gewichten als in der Vergangenheit.
Höherer Anteil an Gymnasiast/-innen
Die Luzerner Gymnasien vermitteln eine breit gefächerte Allgemeinbildung auf hohem Niveau und sind damit direkte Zubringer zu allen universitären Studienrichtungen. Der Zugang zu den Gymnasien muss allen motivierten und geeigneten Schüler/innen offen sein.
Die vier- und sechsjährigen gymnasialen Lehrgänge haben sich bewährt. Der Übertritt aus der Volksschule ans Gymnasium soll auch in Zukunft sowohl nach der 6. Klasse als auch nach der 8./9. Klasse möglich sein.
Im Kanton Luzern besuchen immer noch vergleichsweise wenige Schüler/innen ein Gymnasium. In einer modernen Wissensgesellschaft ist das ein gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Nachteil. Alle strukturellen, finanziellen und sozialen Hindernisse für einen Besuch des Gymnasiums müssen darum abgebaut werden. Klare und frühzeitige Informationen, Abschaffung der Semester- und Prüfungsgebühren und ausgebaute Stipendien sollen die Schüler/innen unabhängig von ihrem sozialen Status für das Gymnasium motivieren.
Universität und Fachhochschulen: wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung
Fachhochschulen und Universität haben sich einen guten Ruf erarbeitet. Für die Wirtschaft des Kantons Luzern und der Zentralschweiz sind sie von zunehmender Bedeutung. So kann zum Beispiel die Zusammenarbeit von Fachhochschulen mit innovativen einheimischen Unternehmen die Wirtschaft des Kantons Luzern entscheidend weiterbringen.
Die Hochschulen Luzern waren bisher auch mit Nischenangeboten erfolgreich. Diese Politik soll weitergeführt werden.
Die Pädagogische Hochschule Zentralschweiz ist erfolgreich gestartet und die Teilschule Luzern konnte sich gut positionieren. Allerdings ist die Führung von drei Teilschulen schwerfällig und kostenaufwändig. Die drei Teilschulen müssen darum mittel- bis langfristig zusammengeführt werden.
Das Studium an einer Fachhochschule oder an der Universität muss für alle finanzierbar sein. Zu diesem Zweck müssen Beratung und finanzielle Unterstützung für Studierende ausgebaut werden. Die Stipendien müssen schweizweit harmonisiert und erhöht werden. Für Studierende mit Kleinkindern braucht es zudem ein Betreuungsangebot.
Die wichtigsten Forderungen der SP:
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Die Tagesbetreuung wird ausgebaut. Grössere Gemeinden führen mindestens eine Tagesschule. |
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Eine berufliche Ausbildung steht allen offen. Für schulisch Schwächere steht ein breiteres Angebot von Ausbildungsgängen zur Verfügung. |
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Die Ausbildung an den Gymnasien wird gezielt gefördert. |
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Universität und Fachhochschulen werden für die wirtschaftliche Entwicklung des Kantons noch besser genutzt.
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